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18 -January -2018 - 20:28

Sanatorium Raupennest

Sanatorium Raupennest

Eines der wohl bekanntesten Bauwerke in Altenberg ist das Sanatorium Raupennest.
Obwohl das prachtvolle Gebäude noch gut in Form ist, wird es wohl trotzdem nie wieder einen Nutzen haben. Grund genug für uns, einmal ins innere zu schauen.

Geschichte:

Das Sanatorium wurde 1926 als Hotel und Erholungsheim erbaut. Die Zimmer waren zu dieser Zeit schon auf den neusten Stand - Warm - und Kaltwasserleitungen und ein Telefonanschluss. Zur Unterhaltung der Gäste diente eine eigene Rundfunkanlage. Während der Zeit des zweiten Weltkrieges wurde aus dem Hotel ein Lazarett, was 1945 allerdings niederbrannte durch den Folgen des Krieges. Kurze Zeit später fand der Wiederaufbau statt. Fortan trug es den Namen Sanatorium "Raupennest". Hauptsächlich wurden hier Unfallpatienten und Sportverletzungen behandelt. Auch berühmte Sportler waren hier einst stationiert, weshalb das Sanatorium einen guten Ruf hatte. Deshalb spricht man davon, dass es mehr oder weniger der Sozialversicherung der DDR diente. 1997 zog das Sanatorium um. Seitdem steht das Gebäude komplett leer.

Auf dem Gelände:

Fast 20 Jahre danach wartet das Sanatorium immer noch auf eine Kehrtwende. Traurig flattern die Gardinen und Fenster umher und auch der eigentliche Gebäudekomplex fängt langsam an, den Kampf gegen die Natur zu verlieren. Wir starteten unsere Tour direkt beim Haupteingang. Da es bekannt ist, dass die Bundespolizei des öfteren Kontrollen vor dem Gebäude durchführt, huschten wir schnell und unauffällig hinein. Verständlicher Weise versucht man, dass unter Denkmalschutz stehende Gebäude vor Sprayern und Vandalismus zu schützen. Und genau das viel uns auch sofort auf. Es gibt so gut wie keinerlei Graffitis, geschweige großartige Zerstörungen. Sicherlich sieht es im inneren jetzt nicht mehr aus wie nach der Schließung 1997, aber man kann das Inventar noch erkennen. Auf dem Dachboden angekommen konnten wir noch etliche Unterlagen, Bücher, etc. finden. Quasi eine eigene, immer noch vorhandene Bibliothek. Warum die ganzen Utensilien zurückgelassen worden sind bleibt ein Rätsel. Im Keller angekommen fanden wir die ganzen Maschinen vor. Warum man eine "Röntgen - Maschine" dort einfach stehen lässt ist genauso unverständlich, wie die immer noch vorhandene Salpetersäure. Außerdem entdeckten wir im Keller noch eine Sauna, einige geflutete Schächte, sowie riesige Wannen. Zum Schluss ging es dann noch mal in das Schwimmbad. Nachdem auch dieses genausten unter die Lupe genommen wurde, verließen wir das Gebäude.

Fazit:

Das Gebäude war eine wirklich spannende Tour gewesen. Es gab eine Menge zu sehen und zu bestaunen. Frei herumstehende "Röntgen - Maschinen" sieht man auch nicht alle Tage. Allerdings darf man eines nicht vergessen, Raupennest ist ein trauriger Ort ohne jegliche Zukunft. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die letzten Spuren verschwunden sind.

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