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18 -January -2018 - 20:28

Ferienhotel Sachsenhof

Ferienhotel Sachenhof

Während unseres Urlaubs stießen wir auf das ehemalige FDGB - Heim Max Niclas, welches uns durch seine "Größe" schon von weitem auffiel. Also stellten wir schnell das Auto ab und gingen auf das Gelände. Steht man vor dem Gebäudekomplex wirkt alles noch viel gigantischer. Allerdings passt hier die Wendung "außen hui innen pfui".

Geschichte:

Das ehemalige FDGB - Ferienheim Max Niclas wurde 1905 unter dem Namen "Kaiserhof" erbaut. Da die kleine Gemeinde im Erzgebirge den Status des Kurortes bekam siedelten sich etliche Hotels dort an. Darunter auch das Ferienhotel Sachenhof, welches allerdings das größte seiner Zeit war. Nach der Wende wurde das Gebäude an einen privaten Investor verkauft, dass Todesurteil wie sich später herausstellte. Denn außer eine Umbenennung in "Ferienhotel Sachsenhof" passierte nichts. Seit dem steht das Gebäude leer und ist Abrissreif.

Auf dem Gelände:

Von der Straße aus sieht man den Giganten schon aus weiter Entfernung. Nachdem wir das Gelände betreten hatten, schauten wir uns zu erst die kleinen Nebengebäude an. Erstaunlicher Weise gibt es selbst dort noch viel zu entdecken. So fanden wir alte Skier, Konserven und sogar noch alte DDR - Fernsehr. Erstaunlicher Weise ist das ganze Gelände frei von mutwilligen Zerstörungen und Sprayerein. Nach einigen Minuten huschten wir dann in das Hauptgebäude und wurden gleich von altem Frittieröl begrüßt. Hier wurde damals anscheinend alles stehen und liegen gelassen. Das Ferienhotel wurde mit samt dem ganzen Inventar vor Jahren zurückgelassen. Etliche alte Konserven stehen noch in den Schränken, ob dieser Anblick nun ein schöner war, dass bleibt dahingestellt. An sich ist das ehemalige FDGB - Heim natürlich ein spannende Location, aber es haut auch seine Tücken. In den oberen Etagen wird es nämlich schon schwieriger. Wer hier nicht genau schaut wo er hintritt, der landet gleich eine Etage tiefer und das Ferienhotel fällt zusammen wie ein Kartenhaus. Selbst die Treppen haben teilweise schon keine Verankerungen mehr. Die Dachetagen können gar nicht mehr betreten werden, denn hier halten nicht mal die Hauptbalken. Zum Schluss mussten wir natürlich noch mal in die Kellerräume gehen. Auch hier fanden wir noch Konserven, Feuerlöscher, Kühltruhen, etc. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten. Schimmelpilze an den Wänden sorgen nicht nur für einen ekelhaften Geruch, sondern auch die umherfliegenden Pilzsporen dürften nicht allzu gesund sein.

Fazit:

Obwohl das komplette Mobiliar noch vorhanden ist, umso erschreckender ist der Zustand des Gebäudes. Eine Sanierung wird wohl keinen Sinn mehr machen und somit bleibt nur noch abzuwarten bis Hotel Seefrieden abgerissen wird, oder einfach von alleine zusammenfällt. Eine Schande um dieses historisches Gebäude.

Bildgalerie

Video / Diashow

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