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19 -November -2018 - 21:29

Schwimmhalle Lankow

Schwimmhalle Lankow

Lange gekämpft und doch verloren. Die Schwimmhalle in Lankow schloss ihre Tore im Februar 2015. Danach ging alles sehr schnell. Bauzäune und Bagger standen bereits auf dem Gelände und der Abriss war eine besiegelte Sache. Mittlerweile sind die Bagger wieder weg und das Schwimmbad steht noch. Gibt es etwa Hoffnung?

Eigentlich war schon alles geklärt. Die 1976 fertiggestellte "DDR - Schwimmhalle" war zum Abriss freigegeben worden. Schuld daran ist die neue Schwimmhalle am "großen Dreesch". Kurz nach der Öffnung der neuen Schwimmhalle war in Lankow Feierabend. Doch Bürger und Denkmalschützer waren wenig begeistert. So starteten mehrmals Petitionen zum Erhalt des Gebäudes. Das ganze war leider wenig Erfolgreich. Unbekannte gingen hier aber noch einen Schritt weiter. Sie brachten ein illegales Denkmalzeichen an die Schwimmhalle an. Ende 2015 war es dann soweit. Das alte Schwimmbad, gebaut in der "in der Ära Honecker", sollte abgerissen werden und eine neue Schwimmhalle gebaut werden. Das ganze hätte knapp 12. Millionen Euro gekostet.

Denkmalschützer machten der Stadt aber noch rechtzeitig einen Strich durch die Rechnung. Die Landesdenkmalpflege erklärte die Halle zum Denkmal. Bagger und Baugeräte durften also wieder abziehen. Der Streit zwischen Stadt und Denkmalpflege ging dann bis zum Gericht. In letzer Sekunde kaufte der Schweriner "Architekt Ulrich Bunnemann" die Halle. Er möchte sie zu einem Wohn und Wellness - Standort entwickeln. Der Notarvertrag wurde bereits Weihnachten 2015 unterschrieben. Ein Abriss steht somit also erst einmal nicht mehr zu Debatte.

Mittlerweile ist die Halle allerdings schon zu einem richtigen "Lostplace" geworden. Scheiben sind eingeschlagen, Wände beschmiert und "Metalldiebe" sind kräftig am Entwenden. Auch während unseres Besuchs wurden wir Zeugen von Metalldiebstahl.

Da das Dach ebenfalls beschädigt ist, stehen einige Räume schon Zentimeter hoch unter Wasser.

Der Saunabereich schimmelt vor sich hin. 

Und auch hier sollte man lieber seine Füße nicht mehr hineinhalten.

Schlusswort:

Wie oben schon geschrieben, einen Abriss ist wohl erst einmal vom Tisch. Wir dürfen gespannt sein, was Ulrich Bunnemann aus dem Schwimmbad machen wird. "Ein Schelm, wer böses dabei denkt"!

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