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24 -May -2018 - 05:55

Fliegerhorst Pütnitz

Fliegerhorst Pütnitz

Am 11. April 1994 war es soweit. Die letzten "MiG 29" starteten vom Flugplatz Pütnitz und flogen zurück nach Russland. Mit dem Abflug der 16. Jagdfliegerdivision endete die Stationierung russischer Truppen in Ostdeutschland. Doch was ist mittlerweile aus dem ehemaligen Fliegerhorst geworden?

Geschichte:

Der ehemalige Fliegerhorst wurde bereits 1935 erbaut. Auf dem Gelände war die "Flugzeug-Führer-Schule-See" stationiert. Bomberpiloten trainierten hier unter anderem Sicht und Blindflug. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde auf dem Areal eine Werft für Fischkutter gebaut. 1951 beschlagnahmte die Sowjetarmee das Gelände und stationierte hier über 150 "MiG 21" Kampfjets. Der Flugplatz wurde schnell zu einem der wichtigsten Stützpunkte der DDR. Ein Hubschraubergeschwader, Fallschirmjäger, Reparaturbrigaden und Radarstellungen waren ebenfalls vorhanden. Die Frage nach den Atomwaffen kann allerdings nicht genau beantwortet werden. In einem Sonderwaffenlager sollen einige gelagert worden sein. Bevor die sowjetischen Truppen das Gelände 1994 verließen, lebten bis zu 13.000 Armeeangehörige auf dem Areal. 2010 wurde das Gelände von der Stadt "Ribnitz-Damgarten" gekauft und soll nun für den Tourismus hergerichtet werden. Pläne dazu gab es genügend, umgesetzt wurde allerdings nichts. Mittlerweile hat der Technikverein Pütnitz Teile des Areals bezogen und lockt jedes Jahr viele Schaulustige auf das Gelände.

Auf dem Gelände:

Bei eisigen Temperaturen ging es Richtung "Ribnitz-Damgarten". Vor Ort angekommen überall Warn und Verbotsschilder. Das eigentliche Gelände kann man von außen eigentlich nicht erkennen und so ging es einige Minuten durch den Wald, bis sich die ersten Kasernen Gebäude blicken ließen. Viele von denen sind zugemauert und ein hineinkommen ist beinah unmöglich. Zusehen gibt es in den alten Gemäuern fast nichts mehr. Alle sind zum größten Teil vollständig entkernt. Aber es gab auch noch die ein oder andere Überraschung. So fanden wir z.B. eine alte Sporthalle. Natürlich kann hier keinerlei sportliche Aktivität mehr durchgeführt werden, aber trotzdem ist es schon beeindruckend, dieses alte Relikt einmal zu besichtigen.

Wie viele alte Kasernen- Gebäude dort herumstehen ist kaum vorstellbar. Allerdings lebten damals bis zu 16.000 Soldaten auf dem Areal, quasi eine richtige Militärstadt, ähnlich wie die in "Vogelsang". (Brandenburg) Da das Gelände fast 600 Hektar groß ist, konnten wir leider nur ein Bruchteil besichtigen. Zum eigentlichen Flugplatz kamen wir erst, als die Sonne bereits untergegangen war, somit können wir euch noch keine aktuellen Bilder präsentieren. Dieses holen wir aber so schnell wie möglich nach. Neben den Kasernen und dem Flugplatz gibt es außerdem noch den ehemaligen Hafen, riesige Flugzeughallen und jede Menge Denkmäler. Auch diese konnten wir wegen der eintretenden Dunkelheit nicht mehr wirklich dokumentieren.

Fazit:

Um ein derart großes Gelände zu besichtigen, benötigt man mindestens einen kompletten Tag. Leider konnten wir deshalb nicht alles anschauen und fahren demnächst ein weiteres Mal hierher. Der ehemalige Fliegerhorst ist teilweise sehr spannend und vielseitig verstrickt. Das Areal hat uns beinah besser gefallen, als die ehemalige Militärstadt in Vogelsang bei Brandenburg. Für einen noch besseren Einblick schaut sonst einfach mal in unser Video hinein. (Klicke Hier

Bildgalerie

Update:

Knapp zwei Monate später besuchten wir das Gelände ein weiteres mal. Schnee und Minusgrade gab es zum Glück nicht mehr. Unser Ziel war es, den eigentlichen Flugplatz, sowie den Bunker ausfindig zu machen. Den Flugplatz zu finden war relativ simpel. Allerdings gibt es außer dem Tower und der Landebahn nicht mehr viel zu sehen, aber dafür konnte unsere "Kamera - Drohne" ungestört ihre ersten Runden drehen. Übrigens. Ein Großteil des Geländes wird mittlerweile von" Solar Panels" genutzt.

Der Ausblick vom Tower aus war Genial. Auf der linken Seite des Bildes erkennt man die "Solar Panels".

Nach dem wir den Flugplatz besichtigt hatten, ging es weiter in Richtung Wald, denn irgendwo sollte sich hier noch ein Bunker versteckt haben. Nach knapp 2 stündiger Suche fanden wir ihn dann auch.

Der Einstieg erwies sich hierbei als durchaus schwierig, da man die Decke am besten nicht berühren sollte. Der Beton ist mittlerweile schon sehr marode und rissig geworden.

Auch im Inneren sieht es nicht besser aus. Die zweite Etage steht teilweise schon unter Wasser.

Dafür findet man aber noch eine Menge Mobiliar. Nach der Schließung muss der Bunker also noch komplett erhalten gewesen sein. Durch den Wasserschaden vergammelt nun aber alles.

Erweitertes Fazit:

Auch bei unserer zweiten Tour wurden wir nicht enttäuscht.

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