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18 -January -2018 - 20:26

Lufttanklager Büchen

Lufttanklager Büchen

Tief im Wald befindet sich das Gelände des ehemaligen Lufttanklagers Büchen. Es ist ein Paradies für Geocacher und Abenteurer. Allerdings ist das Gelände durchaus gefährlicher als viele denken: Liegt dort evtl. noch Munition herum? Und warum ist das betreten strengstens verboten?

Geschichte:

Im Jahr 1935 begann der Bau der ersten Anlagen in Büchen. Ungefähr 800 Arbeitskräfte errichteten neben einer Luftmunitionsanstalt auch ein Luftwaffentanklager. Während des zweiten Weltkrieges waren im Barackenlager Büchen, einem der sogenannten "Zivilarbeiterlager", ca. achtzig Personen als Zwangsarbeiter inhaftiert. Im April 1945 griffen 36 amerikanische B-17 Bomber das Tanklager an. Sie warfen ca. 216 1-Tonnen Bomben ab, wovon allerdings (7/10) das Ziel verfehlten. Trotzdem kam es aber zu großen Zerstörungen, welche man auch heute noch gut erkennen kann. Riesige Krater lassen erahnen, was hier für eine Wucht hinter steckte. Heute liegt das Gelände größtenteils brach.

Auf dem Gelände:

Dass das Gelände kein Kinderspielplatz ist, dürfte wohl auf der Hand liegen. Die Bunkeranlagen sind zum größten Teil gesprengt und können nicht mehr betreten werden. Sehr faszinierend ist allerdings der ehemalige Kommandostand. (Bild 1) Steht man im inneren des Kommandostandes, so kann man nur erahnen was hier damals passiert ist. Geht man weiter so findet man etliche gesprengte Bunker, welche wie schon geschrieben, alle samt nicht mehr betreten werden können. Lediglich riesige Betonhügel lassen sich sehen. Auch von den ehemaligen Tanks ist nur noch die Ummantelung vorhanden. Wie ein "Meer aus Beton" wirken die im Wasser stehenden Reste. Faszination pur, denn so etwas sieht man nicht alle Tage. Allerdings darf man beim bestaunen des Geländes nicht die Gefahren aus den Augen verlieren. Offene Kanalisationsschächte, in die man lieber nicht hineinfallen sollte, gibt es nämlich einige. Stahl und Betonreste stehen ebenfalls an der Tagesordnung.

Fazit:

Wir hätten einen Roman über dieses Gelände schreiben können. Das "Betonmeer" und der Kommandostand sind schon atemberaubend, jedoch ist die Besichtigung auch nicht ganz ungefährlich. Zecken und Dornen sind hier nämlich das kleinste Übel.

Bildgalerie

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