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24 -September -2018 - 04:37

Bunker Köppernitztal / Wismar

Bunker Köppernitztal

Bunkeranlagen lassen in der Regel immer Fragen offen. Der Bunker am Köppernitztal ist wohl der Mysteriöseste in Wismar und Umgebung. Laut Augenzeugen entdecken Kinder beim Spielen eine Frauenhand im inneren, worauf der Bunker zugeschweißt und zugekippt worden ist. Auch ein langes Tunnelsystem soll angeblich existieren. Also nahmen wir Spaten und Schaufel und versuchten mehr herauszufinden.

Geschichte:

Der Bunker scheint wohl aus dem 2. Weltkrieg zu stammen. Dem Bau zufolge handelt es sich um einen Luftschutzbunker. Eine Augenzeugin berichtete uns, dass ein ausgeprägtes Tunnelsystem vorhanden sei, indem sie sich damals nicht reintraute. Außerdem entdeckten Kinder beim Spielen, die Hand einer Frauenleiche, worauf der Bunker dann geschlossen wurde. Die anderen Überreste fand man übrigens in der nähe des Hexenbergs. 

Auf dem Gelände:

Obwohl der Bunker offensichtlich im Wohngebiet steht, kennen ihn bloß die wenigsten. Beim vorbeifahren mit dem Fahrrad oder zu Fuß, sieht er einfach nur aus, wie ein kleiner Hügel. Dabei scheint er alles andere als klein zu sein. Der Bunkereingang war für uns nicht gleich offensichtlich, da schon vieles stark zugewachsen war. Als erstes entfernten wir ein paar Büsche und Sträucher, um besser zum Eingang vordingen zu können. Wenig später sahen wir dann die Panzertür. Es handelt sich hierbei nicht um eine einfache Blechtür, sondern um richtig stabiles Stahl. Aber so weit, so gut. Wir besorgten uns Spaten und Eimer und gruben die Tür frei. Dabei entdeckten wir eine alte Foto - Box. Ob sie auch aus dem 2. Weltkrieg stammt, wissen wir nicht. Bis dato hatte nämlich keiner von uns, etwas vergleichbares gesehen.

Nach dem der Sand weggeschaufelt war, schauten wir uns die Tür an und sahen, dass sie minimal zugeschweißt war. Wir besorgten uns ein Brecheisen (das teuerste was es bei OBI zu kaufen gibt) und versuchten die Tür aufzubrechen. Am Anfang schien dieses auch wunderbar zu funktionieren. Ab und an steckten wir noch dicke Steine dazwischen und versuchten immer weiter nach unten zu kommen. Kurz vor der zugeschweißten Naht brach das Brecheisen. Eins stand damit fest, mit einem bloßen Brecheisen bekommen wir die Tür nicht auf. (Das Brecheisen wurde bei OBI übrigens erfolgreich reklamiert) Am nächsten Tag fuhren wir zu verschiedenen Baumärkten und versuchten einen Schweißbrenner zubekommen. Leider ohne erfolg. Selbst die Bau Punkt Flügel GmbH konnte uns keinen anbieten. Somit mussten wir unsere Pläne vorerst aufs Eis legen, denn ohne Brenner lässt sich die Tür leider nicht mehr öffnen.

Fazit:

Auch wenn wir die Tür vorerst nicht geöffnet bekommen haben, hatten wir ordentlich Spaß dabei. Und einige schöne Bilder sind ja trotzdem entstanden. Inwiefern der Bunker nun über ein Tunnelsystem verfügt, können wir allerdings nicht sagen. Zwar konnten wir die Kamera durch ein Fenster abseilen, aber wirklich schlussfolgern kann man daraus nichts. Vielleicht weiß ja einer von euch mehr. 

- S.

Bildgalerie

Update:

Für eine kurze Zeit war der Bunker auf gewesen. Schnell fuhren wir noch einmal zu ihm und schauten. Leider gibt es dort wirklich nichts spannendes zu sehen. Tunnelsysteme, etc. sind nur Geschichten. Mittlerweile wurde er aber wieder verschlossen.

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