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24 -September -2018 - 03:48

Möbelwerke Schwerin

Verwahrlost und vom Vandalismus gezeichnet

Geschichte:

Aus dem Betrieb "Deutsche Holzwerke" entstand damals der VEB  Möbelwerke Schwerin. Seit dem Jahr 1922 wurden Holzhäuser und Schlafzimmer vom Unternehmen von F. Dettmann produziert. Später sind hauptsächlich Mannschafts- und Offiziersräume für Schiffe im Rahmen des Rüstungsnotprogramms hergestellt worden. Die Anbindung an das Rüstungsprogramm war Anlass, das Unternehmen zu enteignen. 1948 wurde daraus denn der VEB. In den Nachkriegszeiten meist Eichholzzimmer. 119 Arbeiter  sind 1946 im Betrieb beschäftigt worden. 1954 kamen Holzverarbeitungsbetriebe vom Großen Moor, aus Görries  und vom Ziegelsee hinzu. Dadurch erhöhte sich die Arbeiterzahl auf 224. Die Schlafzimmereinrichtung blieb an erster Stelle des Betriebs. Später kamen Kücheneinrichtungen dazu. Diese waren für den Export nach Polen gefertigt worden.

In den 70er Jahren der VEB Teil des Möbelkombinates in Ribnitz-Damgarten. Die Vorfertigung der einzelnen Möbelbauteilelemente erfolgte seither im VEB Faserplattenwerk Ribnitz-Damgarten. Dieses war der Hauptbetrieb. Anteilseigner war 1993 die Nordmöbel GmbH. 1994 wurde das Schweriner Werk an die Firma Bestwood verkauft, was dann letztlich zur Schließung des Betriebs führte.

Heute findet man dort keine Arbeiter mehr vor, sondern nur Sprayer, Obdachlose und auch Schrottsammler. 

Auf dem Gelände:

Auf dem ehemaligen Komplex sieht man nur noch Baracken, die voll mit Graffiti und Müll sind. Am Tage sieht es alles ruhig und relativ idyllisch aus. Die Natur hat sich einiges zurückgeholt, was ihr einst genommen wurde. Doch wenn man sich das Fabrikgelände anschaut, wenn es schon etwas dunkler ist, dann merkt man, dass das Gelände einen ganz anderen Charme versprüht. Es wirkt leicht bedrohlich. Teilweise sind dort offene Gullis auf dem Boden, wo man sicher schnell nach unten verschwindet, wenn man nicht richtig schaut. Ein paar Einrichtungsgegenstände die sich dort noch befinden, wurden leider, so wie es aussieht von irgendwelchen Leuten zerstört. Schade drum.

Fazit:

Ob es wirklich lohnenswert ist, sich die Möbelwerke anschauen, ist fraglich. Sicherlich lassen sich dort schöne Aufnahmen machen und wem diese Art von Lostplaces gefällt, sollte sich diese unbedingt mal anschauen. Wir hatten uns auf jeden Fall ein wenig mehr erhofft. Trotz des relativ großen Geländes konnte man nicht allzu viel interessantes entdecken. 

 

Bildgalerie

Video / Diashow

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